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VASTU VERSTEHEN

Vastu und Feng Shui

Verwandt, aber nicht gleich — was die indische Bau-Lehre von der chinesischen Raum-Lehre unterscheidet.

Kaum eine Frage fällt häufiger als diese: Ist Vastu dasselbe wie Feng Shui? Die kurze Antwort: Sie sind Verwandte, keine Zwillinge. Beide Lehren ordnen den gebauten Raum, beide arbeiten mit Himmelsrichtungen und Elementen, beide zielen auf das Wohl der Bewohner. Aber sie stammen aus verschiedenen Kulturen und denken verschieden.

Vastu kommt aus Indien, wurzelt in den Veden und ist zuerst eine Bau-Lehre: Sie greift beim Entwurf, beim Grundriss, bei der Ausrichtung des Hauses. Ihr Raster — das Mandala — liegt fest; die Zuordnung der Richtungen ist stabil und gilt für jedes Gebäude. Vastu entfaltet seine größte Wirkung deshalb beim Neubau oder Umbau.

Feng Shui kommt aus China und ist stärker eine Einrichtungs- und Deutungs-Lehre: Es arbeitet mit dem fließenden Qi, mit Kompass-Schulen und zeitabhängigen Einflüssen, die sich mit den Jahren ändern. Feng Shui wird darum oft nachträglich angewendet — auf bestehende Räume, Möblierung, Farben.

Für die Praxis heißt das: Wer baut oder umbaut, findet im Vastu das strengere, architektonischere Werkzeug. Beide Lehren schließen sich nicht aus — aber sie sollten nicht vermischt werden, als wären ihre Begriffe austauschbar.

Sie möchten nach Vastu bauen oder umbauen?

Olivera Reuther begleitet Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Raum — in Berlin und darüber hinaus.

© 2026 Olivera Reuther · Vastu-Architektur · Berlin