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VASTU VERSTEHEN

Vastu heute: modern bauen

Bebauungsplan, Budget, Bestand — wie die alte Lehre im heutigen Bauen wirklich funktioniert.

Ein Bebauungsplan schreibt die Firstrichtung vor, das Grundstück ist schmal, das Budget endlich — und nun Vastu? Ja. Denn Vastu ist kein Alles-oder-Nichts. Die Lehre kennt eine klare Rangfolge: Erst kommen die großen Entscheidungen — Ausrichtung des Hauses, Lage von Eingang, Küche und Schlafräumen, die offene Mitte. Dann erst die feineren Zuordnungen. Wer die großen Linien richtig setzt, hat das meiste gewonnen; wer sich in Details verliert, verliert das Haus.

In der Praxis heißt das: Eine Planerin, die Vastu ernst nimmt, gewichtet. Sie holt aus Grundstück und Bauordnung heraus, was möglich ist, benennt Zielkonflikte offen und schlägt Alternativen vor, wo eine klassische Regel nicht umsetzbar ist. Ein Nordost-Eingang lässt sich oft über die Erschließung lösen; ein Brahmasthan wird zum Luftraum über dem Essplatz; schwere Nutzungen wandern nach Südwesten, auch wenn dort keine klassische „Erdkammer“ entsteht.

Und ebenso wichtig: zu wissen, was Vastu im Kern ist — kein Stilkatalog und keine Mode, sondern eine in den Veden wurzelnde Ordnung des Bauens. Ein nach Vastu geplantes Haus muss nicht „indisch“ aussehen — es sieht aus wie gute Architektur. Der Unterschied liegt im Grundriss, im Licht und darin, wie es sich anfühlt, darin zu leben.

Sie möchten nach Vastu bauen oder umbauen?

Olivera Reuther begleitet Sie von der ersten Idee bis zum fertigen Raum — in Berlin und darüber hinaus.

© 2026 Olivera Reuther · Vastu-Architektur · Berlin